Ein kurzer Rückblick auf die ersten drei Spiele Eine kurze Zusammenfassung der ersten drei Spiele: Zu viele Eigenfehler in der Auslösung, zu wenig Konsequenz im Backchecking. Dadurch schenkte man den Gegnern trotz guter Spielanteile immer wieder einfache Tore. Gleichzeitig fehlte es im Angriff an Kreativität und Konsequenz, was schlussendlich zu drei Niederlagen führte. Den Spielern fiel es zunächst schwer, das im Training Erarbeitete auch im Spiel umzusetzen. Doch von Spiel zu Spiel wurde die Arbeit der letzten drei Monate mehr und mehr sichtbar. Man lernte aus den eigenen Fehlern, fand besser ins Spiel und konnte das Gelernte zunehmend auf dem Feld umsetzen. Die Entwicklung gipfelte schliesslich im vierten Spiel: Das Team von Behar Spahija zeigte gegen den starken UHC Racoons Herzogenbuchsee eine souveräne Leistung und sicherte sich verdient den Sieg. 1. Drittel Das erste Drittel begann vielversprechend. Mit viel Ballkontrolle und der nötigen Geduld liess man die Nervosität und Hast aus der Auslösung der ersten Spiele weitgehend hinter sich. Der Ball wanderte kontrolliert von Spieler zu Spieler und der Gegner kam kaum dazu, überhaupt längere Zeit in Ballbesitz zu bleiben. Auch die wenigen Chancen der Racoons wurden konsequent und souverän im Keim erstickt. Mit zunehmendem Selbstvertrauen stieg auch der Druck auf den Gegner. Dieser zeigte schliesslich Nerven und spielte einen ungenauen Pass in die Mitte. Der linke Flügel Ricky Hirsch roch den Braten, fing den Ball ab und verwandelte souverän zum 1:0. Kurz gesagt: Das Drittel war unter Kontrolle. Man spielte genau das Unihockey, das man sich zuvor in der Garderobe vorgenommen hatte; ruhig, konzentriert und mit dem nötigen Druck auf den Gegner. 2. Drittel Auch im zweiten Drittel konnte man nahtlos an die Leistung des ersten anschliessen und behielt weiterhin die Kontrolle über den Spielfluss. Nach einem schnellen Konter und einer guten Übersicht von Simo Zaugg konnte Man of the Match Raphael Lüscher alleine auf das Tor ziehen und liess dem Torhüter beim Abschluss zum 2:0 keine Chance. Auch in der zweiten Hälfte des Spiels zahlte sich das frühe Stören aus. Raphael Lüscher konnte einen Ball erobern und erhöhte mit einem perfekt platzierten Schuss auf 3:0. Nach dem Anspiel kamen die Racoons allerdings aggressiv ins Forechecking. Zusammen mit einer etwas unglücklichen Positionierung der Mutscheller führte dies kurzzeitig zu Chaos auf dem Feld. Der Gegner kam in Ballbesitz und war im anschliessenden Fechtkampf um den Ball ein paar Schritte schneller. Die Folge: der schnelle Anschlusstreffer zum 3:1. Die Herren des UHC Mutschellen liessen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und fanden schnell wieder zu ihrem Spiel zurück. Nur knapp zwei Minuten später, ganze sieben Sekunden vor Ende des Drittels, fiel bereits das 4:1. Raphael Lüscher behauptete sich hinter dem Tor, während Andrin Schär sich unbemerkt vor dem Tor positionierte. Der Pass kam und Schär hatte leichtes Spiel. Kurz und knapp: Vieles aus dem ersten Drittel konnte mitgenommen werden. Man konterte gut, setzte den Gegner weiterhin unter Druck und baute die Führung verdient weiter aus. 3. Drittel Blieb nur noch das Schlussdrittel, und dieses versprach, hochspannend zu werden. Die Herren des UHC Mutschellen lagen mit drei Toren in Führung, während die Racoons eigentlich nichts mehr zu verlieren hatten. Entsprechend mussten sie mehr riskieren und rückten deutlich höher auf. Dies eröffnete dem UHC Mutschellen immer wieder Räume für schnelle Gegenstösse. Trotz der zunehmenden Intensität liess man sich nicht aus der Ruhe bringen und spielte weiterhin konzentriert und geduldig. Mit viel Druck und guten Kombinationen gelang es schliesslich, die Führung weiter auszubauen. Die Mutscheller nutzten ihre Chancen nun deutlich konsequenter als noch in den ersten drei Spielen und lenkten die Partie damit endgültig in die gewünschte Richtung. Nach einem gelungenen Pass von Emmanuel Bolt erhöhte Pascal Nauer auf Zuspiel von Raphael Lüscher auf 5:1. Wenig später sorgte Simo Zaugg nach Zuspiel von Pascal Nauer für das 6:1. Auch defensiv blieb man aufmerksam und liess den Racoons kaum Möglichkeiten, noch einmal ins Spiel zurückzufinden. Je länger das Drittel dauerte, desto deutlicher wurde, dass der Sieg an diesem Nachmittag nicht mehr ernsthaft in Gefahr war. Die Racoons versuchten zwar weiterhin, mit mehr Druck und offensiverem Spiel etwas zu verändern, doch die Mutscheller kontrollierten das Geschehen und verteidigten ihre komfortable Führung souverän. Eine Minute vor Spielende fiel schliesslich noch das 7:1. Nach einer Aktion von Bastian Schweiger unterlief den Racoons ein Eigenfehler; als hätte es für den ohnehin gelungenen Nachmittag noch eine kleine Zugabe gebraucht. Damit war der Endstand besiegelt. Mit einem souveränen 7:1 beendeten die Herren des UHC Mutschellen den Spieltag und zeigten eindrücklich, was in den ersten drei Spielen noch nicht ganz funktionieren wollte: ruhiger Spielaufbau, konsequentes Backchecking, effiziente Chancenverwertung und vor allem die Fähigkeit, das eigene Spiel über 60 Minuten durchzuziehen.